Failen als ob keiner guckt

Heute packe ich mal tief in die Fail-Kiste. Schon wieder. Und alles bei nur einem Projekt. Schon wieder. Vor einiger Zeit hatte ich ein Bild gestickt. Zu sehen hier. Weil Weihnachten vor der Tür stand und ich Adventskalender befüllen wollte, kam ich auf die grandiose Idee dieses Projekt aufleben zu lassen. Ich suchte mir Sprüche, die zu den zu Beschenkenden passten, bastelte mir mit Hilfe von dafont.com und Open Office meine Vorlagen und startete.

Fail 1:

Weil ich nur noch Holzbilderrahmen zu Hause hatte beschloss ich diese mit Acrylfarbe zu bemalen. Mit meiner neu erlernten Technik das mit einem Makeup-Schwämmchen zu machen, war das auch kein Problem.

Ich brauchte ungefähr drei Schichten, damit das Holz nicht mehr durchschimmerte und schon hatte ich schöne und weiße Bilderrahmen. Weil ich noch so viel Glitzer übrig hatte von meinem Galaxy-Kerzengläser-Projekt , kam ich auf die glorreiche Idee einen dieser Bilderrahmen ein bisschen aufzuhübschen.

via GIPHY

Superbeschissene Idee. Jedes dreijährige Kind kriegt das im Kindergarten besser hin.

Ab in die Tonne damit.

Fail 2:

Diesmal wollte ich nicht mit Kohlepapier arbeiten, weil ich die Erfahrung machen durfte, dass das Zeug nicht verschwindet, wenn man sich verzeichnen sollte also dachte ich, ich sei klug. Schon da hätte ich eigentlich wissen sollen, dass das nicht hinhauen wird.

Ich nahm den zu bestickenden Stoff, klebte meine Vorlage ans Fenster, den Stoff darüber und versuchte dann mit einem Trickmarker den Spruch abzupausen. Der Stoff war jedoch der Ansicht, dass Leserlichkeit was für Loser ist. Statt Buchstaben hatte ich große Kleckse, die nur noch für einen Rohrschach-Test herhalten konnten.

Fail 3:

Ich schob es auf die Wahl des Stoffes. Weil ich bei diesem Bild sehr gute Erfahrungen mit dieser Methode gemacht hatte, verwendete ich keinen normalen Stoff sondern Stickstoff (ich bin mir nie sicher ob das wirklich so heißt) und übertrug den Spruch wieder mit einem Trickmarker, indem ich die Vorlage darunter legte und alles abzeichnete. Da das Bild sehr klein werden würde, beschloss ich statt winziger Kreuzstiche flächendeckend zu sticken. Weil die Schrift sehr klein war und der Stoff sehr grobmaschig (weil er ja nunmal für das Sticken mit Kreuzstichen gedacht ist) war das Ergebnis eher eins von der semi-schönen Sorte.

Fail 4:

Ich hatte verschiedene Schriftarten ausprobiert und ging dann doch dahin über, dass ich alles mit Kohlepapier übertrug. Eine der wenigen Dinge die diesmal besser funktionierten, weil ich mit ein bisschen mehr Sorgfalt zeichnete und nicht so stark aufdrückte.

via GIPHY

Leider war die Wahl der Schriftart nicht gerade die Schlaueste. Sie war sehr schmal und so orientierte ich mich an den fancy Bildern, die ich von instagram kannte und stickte nur die die Außenlinien. Es sah aus wie Scheiße.

Fail 5: 

Schrift auf hellen Stoff zu übertragen ist kein Problem, dank des Kohlepapiers. Ich wollte jedoch ein weiteres Bild sticken auf sehr dunklem Stoff. Auch hier dachte ich wieder ich sei superklug. Ich druckte den Schriftzug aus und der Plan sah vor, dass ich die Schrift ausschneide um dann eine Schablone zu haben. Diese würde ich dann mit Schneiderkreide nachzeichnen. Ich wollte ein Negativ haben, um besser zeichnen zu können. Was aufgrund meiner allgemeinen Unfähigkeit mit Cuttern und ihren Freunden zu spielen, natürlich ein Totalausfall war. Natürlich hätte ich auch nur den Schriftzug ausschneiden und dann außen rum zeichnen können, aber das wäre eindeutig zu naheliegend gewesen.

Success:

Erfolgreich war ich erst, als ich alles genau so machte, wie bei dem ersten Versuch. Man merke. Never change a runnig system. Neue Dinge ausprobieren kann ganz nett sein, muss aber nicht zwingend zum gewünschten Erfolg führen.

Und für so ein erfolgreich vergeudetes Wochenende darf man sich auch mal was gönnen.

IMG_6580.JPG

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6 Gedanken zu “Failen als ob keiner guckt

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