Pixelblumen, die nicht mal ich töten kann

Blumen bzw. Pflanzen und ich. Das ist so eine Sache. Ich mag es sehr gerne durch den Baumarkt zu laufen und mir dort die unglaublich wunderherrlichen Pflanzen anzusehen. Manchmal überkommt es mich sogar und dann fasse ich eine davon an und erfreue mich an dem prächtigen Grün und blümeranten Blühen der dortigen Flora. Wenn der Geldbeutel locker sitzt oder einfach der Erste des Monats war, dann kaufe ich auch mal so ein Pflänzchen und schon beim Eintippen der EC-Karten-Pin wurde das Todesurteil des armen Dings unterschrieben.


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Seit die Hipsterwelt Kakteen und Sukkulenten (ich muss dieses Wort jedesmal googlen und eigentlich heißen die Dinger nur ‚Hipster-Pflanzen‘ bei mir) für sich entdeckt hat, habe ich einige davon auch in Gläser von nanunana gestopft, ein paar Muscheln herum drapiert und fühle mich nun wie der große Pflanzengott, weil die echt so gar nix brauchen, nicht mal richtig Erde. Aber sogar diese Mistviecher muss man ab und an gießen und ich als schwarzer-Todesdaumen-Typ habe beschlossen, dass es noch einfacher gehen muss. Weil ich außerdem noch so ein kleines niedliches Nerdy-Girl bin, dass echt voll gerne zockt und dabei total cute aussieht, WENN ES AGGRESSIV DEN FERNSEHER ANBRÜLLT ,WEIL DIESER SAUDUMME ASSASSINE SCHON WIEDER SO DUMM VON DEM HAUS GEFALLEN IST, DASS ER TOT IST, NUR WEIL DA KEIN MISTHAUFEN IN DER NÄHE WAR, haben meine pinterest-Skills mich auf Bügelperlenpflanzen gebracht. Jawohl. Nachdem ich mir noch einige Tutorials auf youtube reingezogen habe (ohne Ton versteht sich, weil diese Menschen immer so schrecklich quäkende Stimmen haben, wenn sie erklären welche Farben sie von den Perlen benutzen), fühlte ich mich bereiter als bereit auch solche Pflanzen zu basteln.

Zutaten hierfür sind:

  • Bügelperlen & passendes Bügelperlenbrettchen
  • Vorlage für nerdige Blumen in Pixeloptik (Internet)
  • Bügeleisen & Backpapier
  • Styropor oder Schaumstoff
  • Acrylfarbe
  • Make up-Schwämmchen
  • Cutter
  • Tontöpfchen
  • Bastelkleber
  • eine gute Serie zum nebenbei gucken

Die Blumen waren schnell gemacht. Kann ich ja fast blind so was. Um dem ganzen ein bisschen Stabilität zu geben, habe ich am Ende der jeweiligen Pflanze ein kleines Quadrat gebaut. Wenn man so ein Pflänzchen nun hochhält, wackelt es fröhlich hin und her und ich bin der Ansicht, dass das keine fünf Minuten hält, wenn ich versuche es in ein Tontöpfchen zu pflanzen aber hey, die im Internet konnten das auch.

Weil ich ein schlauer Fuchs bin, habe ich mir in einem Euroshop Tontöpfe mit hässlichen Kunstblumen geholt, denn dann hatte ich gleich das Füllmaterial, nämlich das Styropor für meine Pflanzen.

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Nachdem ich den Topf von dem Styropor und dem hässlichen Blumengefrickel befreit hatte (Stellt sich jemand so was echt in seine Wohnung und wenn ja, warum?) wurde bemalt. Ein kleiner Teil der Farbe landete sogar dort wo er hingehört. Nachdem ich die Sache ein bisschen habe trocknen lassen, übermalte ich meine Grundierung mit der Farbe grün. Alles wunderbar liebevoll von den Make up-Schwämmchen aufgetupft. Ich fühlte mich wie eine Beauty-Vloggerin, die erklärt wie man sich die perfekte Nase mit unterschiedlichen Farben tupfen kann.

Über Nacht ließ ich meine Tontöpfe trocknen und überlegte den gesamten Tag über, wie ich das alles wohl stabil zusammenfrickeln könnte. Schlussendlich setzte ich auf Bastelkleber und ein Tönnchen gute Hoffnung. Das Styropor hatte ich in zwei Hälften geschnitten, um dazwischen meine Pflanze zu klemmen. Um der ganzen Sache noch ein bisschen Stabilität zu geben, habe ich den Boden der Töpfe mit Watte ausgestopft. Ob das was bringt, weiß ich nicht, fühlte sich aber besser an. An den Seitenrändern habe ich auch noch ein bisschen Bastelkleber geschmiert. Auch eher wegen des Gefühls wegen, denn auf der Verpackung ist ein kleiner Junge drauf, der als Pirat verkleidet ist. Ich glaube das ist nicht das internationale Zeichen für „Hält bombenfest“. Während ich versuchte auch ein bisschen von dem Kleber auf die Innenseiten der durchgeschnittenen Styroporhälften zu verteilen, tropfte der ganze Mist meinen gesamten Tisch voll und ich wollte reflexartig alles in die nächste Ecke werfen. Dann doch eine Sukkulentenzucht. Stattdessen rang ich mich dazu durch es einfach zu versuchen, steckte alles zusammen und es hielt. Zum perfekten Vorgaukeln von Natur noch ein paar Bügelperlen in erdigem braun um die Pflanzen drapiert und fertig sind die Pixel-Super-Mario-Piranha-Pflanzen.

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Ehrlich gesagt glaube ich, dass diese von mir entwickelte Konstruktion keine 24 Stunden durchhält, ohne zusammenzubrechen aber hey, no risk, no fun und überhaupt sind wir nicht alle ein bisschen #yolo!?

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2 Gedanken zu “Pixelblumen, die nicht mal ich töten kann

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