Worte sticken


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Hallo. Hallo? Noch jemand da? He du?! Ja du. Vielleicht ist es dir gar nicht aufgefallen, aber hier war es ziemlich still. Aber du weißt ja wie das ist. Arbeit, Sozialleben* (*Netflix), … da bleibt die Lust sich mit DIY-Kram zu beschäftigen auf der Strecke. Der Kopf voller „Ich will bitte zwei Wochen durchschlafen.“, da ist kein Platz für Glitzer, Neon, ausprobier. Natürlich passiert das genau dann, wenn man seine Rumpelkammer in einen DIY-Tempel mit Sofa, Fernseher und wunderbar pinker Wand verwandelt hat. Raum ist fertig, nun keinen Schritt mehr hineinwagen. Da ich lautstark rumposaunte für Gastblogger zu sticken und dies aber nicht tat, war es nun an der Zeit mein Versprechen einzulösen. Frau Ringelsocke hatte mir ein Bild geschickt welches ich versticken sollte.  Nämlich dieses hier.

somedays

Und weil ich schon immer versuchen wollte Bilder auf Stoff zu übertragen und diese zu sticken, war das der beste Grund um eine halbe Stunde kopflos, auf der Suche nach einem Verkäufer und/oder Kohlepapier, durch Karstadt zu humpeln. Schnell das Bild noch ausgedruckt, einen passenden Stoff ausgesucht, die Black Sails-DVD in die Playstation und ab dafür.

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Wer sich näher mit dem Thema sticken beschäftigt weiß, dass es verschiedenste Varianten gibt um Blümchen, Häschen und Co. auf Stoff abzubilden. Da ich keine Ahnung hatte und mich Fachbegriffe nur verwirren, wollte ich einfach nur loslegen. Fix nochmal ersuchmaschinirisiert wie man genau so ein Bild auf Stoff überträgt. Kohlepapier ist richtig aber die sprachen immer noch von so nem Fixierkrams. Brauch ich nicht, hatten die Omas damals auch nicht.

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Schockierenderweise lief das Sticken wirklich gut. Zwar taten mir nach einigen Minuten die zarten Fingerkuppen weh, da ich nur auf den Daumen, aufgrund heftigster Playstationzockerei, Hornhaut habe, aber das Ergebnis ist meines Erachtes ganz ok.

Nun hatte ich mich vermalt. Zwischen den ersten beiden Worten hatte ich einen Knubbel gemalt. „Kein Problem.“, dachte ich. Ab in die Waschmaschine. Geht sicher raus. Pustekuchen. Wegradieren. Brachte auch nichts. Dann halt mal das Internet befragen. Von „Bloß kein Wasser!!!“ bis „Ordentlich mit Zahnpasta einreiben.“ über „Mit Waschmittel einweichen und mit der Maschine waschen.“ war auch wirklich alles dabei. Also stand ich im Bad und schmierte auf den Fleck was ich gerade finden konnte. In einem Anfall von Optimismus glaubte ich meine Bemühungen hätten annähernd gefruchtet und der Knubbel wurde heller. Wurde er nicht. Also suppte ich schlussendlich alles mit Vanish ein, murmelte beschwörende Formeln und legte mich schlafen. Am nächsten Morgen war der Knubbel, den ich Alfred taufte, immer noch da und verhöhnte mich. Wieder google befragt, alles dick mit Waschmittel beschmiert, noch ne Runde in die Maschine gepackt. Alfred wurde ein bisschen heller, war weiterhin da. Und weil einem jeder immer einreden will, dass Makel das sind was einen interessant machen, bleibt der jetzt da (Sorry ringelsocke). Ich habe den Stoff dann nochmal gebügelt und das Bild in einen Rahmen verfrachtet.

Weil die Umsetzung so einfach war und eine Freundin gerade einen neuen Erdenbürger produziert hat, habe ich im Anschluss noch den Namen des Babys gestickt. Einfach eine fancy Schriftart bei dafont.com gesucht und auf hübschen Sternglitzerstoff übertragen. Ich bin froh, dass das Kind nicht Marianne oder Seravina-Chantal heißt. Denn für so einen Namen muss eine alte Frau, wie ich, lange sticken.

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