Stricken … lernen… irgendwie

weareknitters

Ein Unternehmen, dem Nachhaltigkeit sehr wichtig ist. Schon lange verfolge ich, was diese Seite anzubieten hat. Dort kann man Nadeln zum Stricken oder Häkeln kaufen, wunderschöne Wolle aus Peru oder Sets d.h. Wolle + Nadeln + Anleitung. Auch wenn es dort Sachen zum Häkeln gibt, wollte ich dem Thema Stricken nunmal wieder eine Chance geben. Der klägliche Schalversuch wird wohl für immer ein Versuch bleiben. Doch wenn weareknitters sagt, dass man gewähltes Set gut für Einsteiger sei, glaube ich das einfach mal.

Wochenlang eierte ich um den Kauf herum. So viel Geld für eine kläglichen Versuch auszugeben… ich weiß ja nicht. Und dann kam der Black Friday und ich verfiel einem Online-Kaufrausch.


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Ich bestellte also das Set Breezy Snood und wartete. In einer unscheinbaren braunen Tüte kam das Set an. Wolle, Nadeln und eine ziemlich mickrig anmutende Anleitung. Ich spürte Enttäuschung. Ich rechnete mit blumigen Bildern und schnörkeligen Erklärungen darunter. Aber eigentlich wäre dies auch absolut unnötig gewesen. Einerseits, weil das Muster sehr simpel ist und andererseits weil sie dort auf ihre Strickvideos verweisen um die entsprechende Technik zu erlernen.

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So manch einer wird nun sagen, dass das Preis-Leistungsverhältnid durchdacht werden müsste. Klar. Jede Woche kann man sich so ein Set nicht kaufen. Aber alleine die Flauschigkeit der Wolle ist den Preis wert.


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Und es motiviert. So nen Geldwert lässt man nicht einfach unverarbeitet rumliegen. Mit Strickbuch, Reihenzähler und Stricknadeln, die eher an Buffys „Pflöcke to go“ erinnern, machte ich mich ans Werk.


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Ich schaffte es schon zu Beginn eine Masche mehr hinzuzumogeln. Auch wenn ich die Holzstöcke krampffördernd in meinen Händen hielt und ich an der Ästhetik meines Strickgesichts noch arbeiten muss, hatte ich nach 5 Folgen Dr. Who schon fast die Hälfte des Schals.


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Ich strickte und strickte und verzichtete sogar freiwillig darauf, stattdessen bei Assassin’Creed Syndicate weiter verfeindete Gangmitglieder auf offener Straße zu erstechen.

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101 Reihen später hatte ich einen sich kringelnden langen Lappen vor mir. Nun kann man da nicht einfach, wie beim Häkeln, nen Knoten machen. Neihein. Abmaschen muss man das. Nach gefühlten 100 Tutorials fühlte ich mich genügend vorbereitet. Wie eine dickbusige C-Prominente, die in einem mittelschlechten History-Action-Movie eine alte Nazibombe entschärfen muss, zitterte ich meinem Endergebis entgegen. Ich wusste, wenn ich das jetzt verkacke, habe ich keine Ahnung wie ich den Schal retten kann. An manchen Stellen sah der Rand auch nicht ganz richtig aus, aber ich hatte den Schal von der Nadel. Ich wusste, dass man das Ganze noch zu spannen hatte, also rollte ich den Wurm auf dem Sofa aus, steckte ihn mit Stecknadeln fest und besprühte den Schal mit Wasser.

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Dinge zusammennähen, mit der Hand, kann ich. Wenn man sich das knubbelige Zeuch in der Mitte / am Ende / da wo das Loch des Schals war, ansieht, dann wohl nicht so gut, aber es hält. Voller Stolz… mein erstes selbstgestricktes Dingenskirchen. (Irgendwann mache ich auch fancy DIY-Blogger-Selbstporträt-Bilder die weniger EMO schreien und mehr „Hui… wie hip und fancy du doch bist!“.)

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Supergeil. Jetzt kann es losgehen… denn ihr wisst ja.


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