Aus Alt mach… was krummes und schiefes Neues

Bei vielen Menschen kommt einmal der EINE Tag. Genau der eine Tag an dem man gefragt wird, ob man denn vielleicht X machen könnte, weil man Y beherrscht. „In meinem Fall ist es: „Du machst doch Handarbeitskram. Kannst du so was?“

Mögliche Antworten:

„Nein, das ist gestrickt und stricken kann ich nicht.“

„Nein, zumindest nicht ohne Anleitung.“

„Nein, dazu bräuchte ich ein/e ’sauteure Maschine XY bitte hier einsetzen‘.“

Oder einfach so:


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(Geil das mit dem GIF, oder? Idee „geklaut“ bei http://himate.de/ Awesome Seite, btw.)

Manchmal kann man jedoch lautstark „Ja!“ brüllen und freut sich. Denn endlich kann das Gegenüber auch was damit anfangen, womit man seine Freizeit verbringt. Nun wurde ich in dem Fall gefragt, ob ich denn aus alten Shirts eine Decke machen könnte. „Kein Problem.“, denke ich. „Hab ich schon gemacht. Easy.“ Das ich dieses Projekt damals verfluchte und es mich fast in den Wahnsinn getrieben hatte, war zu dem Zeitpunkt vollkommen verdrängt. Ich glaube das ist wie bei Müttern, die den Schmerz der Geburt ausblenden, damit die Welt nicht beherrscht wird von einer Armee von Einzelkindern. Ich sagte also zu.

Auf einer Party wurde mir eine Tasche mit Shirts und ner Decke überreicht und dann lag das Zeuch erstmal monatelang in meinem Zimmer. Weil bald die harte „Was schenke ich wem zu Weihnachten-Phase“ losgehen solte, dachte ich, ich könnte endlich mal Projekt „T-Shirt-Patchworkdecke“ starten. Außerdem war unser Router tot… kein Netflix. Man muss sich ja plötzlich anderweitig beschäftigen. Als ich die Tasche entleerte der erste Oops-Moment.

IMG_5854_Fotor Liebgemeint waren die Shirts schon zerschnitten worden. Nun braucht man ja zum Nähen noch eine Nahtzugabe (so weit reicht mein Nähwissen schon mal). Das wird jedoch schwierig, wenn knapp an den Motiven ausgeschnitten wurde. Hinzu kam, dass die Shirts unterschiedlich groß waren. Aber ich wollte nicht schon am Anfang aufgeben, krieg ich sicher voll töfte hin. Ich breitete also die Decke aus und machte mich dran die einzelnen Fetzen dekorativ darauf zu verteilen und mit Stecknadeln zusammmenzupinnen. Das Ergebnis war ein zusammengewürfeltes Irgendwas. Aber,  wie sollte ich das Ganze nun zusammennähen? Ich hatte keine blasse Ahnung. Nachdem ich erkannte, dass die „Ich pinne alles mit Stecknadeln fest und warte darauf was passiert“-Methode von wenig Erfolg gekrönt war, nahm ich alles wieder auseinander und verstaute es wieder in der Tasche. Lego Dimensions kann man auch ohne funktionierenden Router spielen.

IMG_5858_FotorWochen später startete ich Versuch zwei. Ich versuchte gleich große Shirts zu Streifen zusammenzufügen oder zumindest die Shirts so zusammen zu pinnen, sodass diese die selbe Breite haben. Es entstanden vier Bahnen und das die Kanten nicht zwingend gerade waren, verdrängte ich. Durch diese Methode und meinen Freestylemodus beim Zusammennähen (gleiche Nahtzugaben sind was für Babys), war die geplante Oberseite der Decke geschrumpft. In meinem Kopf hatte ich schon die tollsten Ideen, wie ich das beheben könnte.

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Da ich dann aber plötzlich ganz dringend Assassin’s Creed Syndicate spielen musste, wurde das Projekt wieder mal geparkt. Sobald ich London erobert habe (und der bestellte Stoff für die Unterseite der Decke ankommt), gehts weiter.

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