#gastbeitrag Piñatalolada

Was schenkt man jemandem, wenn man die Hobbys nicht gut kennt, aber trotzdem etwas Persönliches schenken möchte? Genau – eine selbstgemachte Piñata.

Die Idee kam als ich in einem Laden namens „Party Fiesta“ einige Piñatas entdeckte. Schnell im Internet eine Anleitung bei KiKa durchgelesen – bisschen kleben, bisschen trocknen lassen und bisschen dekorieren, das klingt machbar. Und wenn es Kinder können, sollte ich das allemal schaffen.

Also schnell alle notwendigen Sachen gekauft: Ein großer Ballon (48 cm Durchmesser), Bastelpapier mit Fransen, ganz viele Süßigkeiten, Konfetti, ein paar Kurze und Kleinkram zum Spielen (Fang den Ball und Tröten in Schnurrbartform). Zeitung liegt eh immer im Treppenhaus, Kleister wird selber gemacht aus Mehl und Wasser.

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Kaum Zuhause ging es direBild2kt los – zur Geburtstagsfeier waren es nur 48 Std. Schnell Kleister gekocht, Zeitung zerrissen, Ballon aufgeblasen – soweit so gut. Ballon mit Kleister bestrichen, Zeitung drauf gelegt und diese wieder mit Kleister bestrichen. Laut Anleitung soll man jede Schicht trocknen lassen und insgesamt 4 Schichten machen.  Also erste Schicht fertig gemacht und den Ballon ins Bad vor die Heizung gestellt.

Am nächsten Morgen eine halbe Stunde früher aufgestanden um die nächste Schicht zu machen. Shit, die 1. Schicht ist ja noch nass. Soll das so oder habe ich was falsch gemacht bei meinem Kleister? Egal, die nächste Schicht muss drauf – es bleiben nur noch 36 Std. und vor dem Verzieren soll die Piñata 24 Std. durchtrocknen. Also nächste Schicht und Ballon wieder vor die Heizung gestellt und auf zur Arbeit.  Danach direkt wieder an den Ballon gesetzt – die Schichten sind ja immer noch leicht feucht. Ok, dann schnell mit dem Föhn davor setzen. Wer in Physik aufgepasst hat weiß, dass sich warme Luft ausdehnt. Ich habe nicht aufgepasst. So dehnte sich die Luft im Ballon beim Föhnen also aus und es gab einen 15cm langen Riss. Gut – dann kalt föhnen und den Riss schnell mit Bastelkleber kleben. Anschließend Schicht 3 drüber.

Am nächsten Morgen dann Schicht 4 drüber – wer aufgepasst hat weiß, dass es zum Geburtstag nun noch 8 Std. sind – wird knapp mit 24 Std. durchtrocknen. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Weitere 5 Std. vor der Heizung – nun muss der Ballon raus. Nachdem ich merkte, dass meine Hand und der Ballon nicht zusammen in die Piñata passen, war der logische Schritt die Luft aus dem Ballon zu lassen. Ich schnitt den Ballon beim Knoten ein und die Luft entwich recht schnell. Leider war die Piñata von innen noch sehr feucht und löste sich schwer bis gar nicht vom Ballon, der nun aber immer kleiner wurde. Nach einem kurzen Panikanfall hielt ich das Loch zu und löste den Ballon langsam raus. Das änderte aber nichts mehr daran, dass meine Piñata nun nicht mehr rund war, sondern eierförmig und runzelig.

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Egal, sieht man eben, dass sie selbst gemacht ist. Auch gut. Nun Piñata erneut föhnen und wieder in Form bringen bzw. es zumindest versuchen. Anschließend den Inhalt in die Piñata geben.

Bild4Jetzt das schöne Bastelpapier ankleben.

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Bild6Wichtig: Hierbei auch ruhig den Couchtisch und den Boden mit Kleber und Bastelpapier verzieren.

Zum Schluss die Piñata dann noch schön verpacken, damit sie auch trocken und heile beim Geburtstagskind ankommt – außerdem macht eine ordentliche Verpackung das Geschenk ja auch aus.

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Nach getaner Arbeit dann zuschauen wieviel Spaß eine Piñata macht und drüber schockiert sein, wie extrem schnell sich in einer 65m² mit 30 Partygästen Konfetti  verteilen kann.

Bild8

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