Antihalloween-Häkelzeitschrift-Review

Halloween steht vor der Tür. Ich mag Halloween nicht. Ich mag allgemein nichts, bei dem man sich verkleiden oder auf Knopfdruck in Partymodus sein muss. Was solche Dinge anbelangt bin ich tierisch anti. Was zugegebenermaßen auch unglaublich doof ist, weil jede Party, ob mit Thema oder ohne, eine auf-Knopfdruck-bin-ich-gut-drauf-Veranstaltung ist. Aber hey, als attestierte Spaßbremse muss man seiner Haltung treu bleiben.

Daaaamals, als ich jung war, gabs in meiner Welt kein Halloween. Da gabs die guten christlichen Feiertage und dann war aber auch gut. Heute ist es so, dass kleine Kinder Zahnpasta an die Klingeln schmieren, die man in weiser Voraussicht gemutet hat, weil sie nix Süßes bekommen haben. Egal wo man hinsieht wird man vom Schreckensgespenst Halloween heimgesucht.

„Die 10 besten Lastminute-Verkleidungen“

„Die 15 besten Halloweenpartyrezepte“

„Die 30 gruseligsten Deko-Ideen“

„Lowcarb-Halloween – ist das möglich?“

Und weil nunmal alles verhalloweenisiert wird, geht das auch nicht spurlos an der D.I.Y.-Base vorbei. Und ja, trotz Verweigerung dieses Alibi-Festes damit Sandy einmal im Leben als nuttige Zombie-Krankenschwester rumlaufen kann, kaufte ich mir ein Häkelmagazin zu diesem Thema. Ich fühlte mich ein bisschen schmutzig dabei. Als hieße ich Sandy und… na ihr wisst schon.

Es ist das Monster Amigurumi-Heft von simply „wir machen alles“. Ich mag dieses Format weil es 1. immer Geschenke gibt zu den Heften und weil die Dinge die dort zu finden sind, auch meist für einen Grobmotoriker wie mich gut umsetzbar und auch für verständlich beschrieben sind.

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Schon Wochen vorher wurde ich bei facebook mit Werbung für dieses Sonderheft bombadiert. Und weil ich einer dieser Menschen bin, die auf Reklame jeglicher Form anspringen, wie ein Drogenhund bei einem Reggea-Festival, musste ich es natürlich besitzen. Eines Morgens fuhr ich auf dem Weg zur Arbeit eine Station zu weit. Da Dammtor ein super Zeitschriftenladen ist, sah ich hier die göttliche Fügung in meiner Verplantheit. Und wenn die Gefahr besteht, dass man zu spät zur Arbeit kommt, dann kann man auch gemütlich Häkelmagazine stöbern. Logisch, oder?

Auch wenn ich bisher nicht unbedingt die besten Amigurumi-Erfahrungen gemacht habe, werde ich es hoffentlich bald schaffen einige der Gruseltierchen zu häkeln. (amigu… what the fuck? Keine Sorge. Aufklärung und Tatsachenbericht zu diesem Thema gibt es demnächst.) Ein bisschen abschreckend finde ich, dass all die Monster, die ich besonders adrett finde als „komplex“ bezeichnet werden und sich so eine Anleitung mal gerne auf 6 Seiten ausstreckt. Aber hey… challenge accepted!

Ich bin mir noch uneinig ob das Preis-Leistungsverhältnis wirklich angemessen ist. Aber sobald ich in die krummschiefen Augen dieses von mir hoffentlich bald gehäkelten Tierchens gucken werde, wird alles vergessen sein. Auch die roten Zahlen auf dem Konto.

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Und nun die Frage aller Fragen. Habt ihr das Heft auch? Yey oder ney? Schon was draus gemacht? Talked mal to me. Fänd isch voll geil.

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2 Gedanken zu “Antihalloween-Häkelzeitschrift-Review

  1. Ich hab das Heft nicht, aber ich will es jetzt auch haben! Ich kann nicht häkeln, dafür ist hier der Mann im Haus zuständig, deswegen muss ich immer ewig betteln, wenn ich irgendwas haben will… Aber zumindest die paar Tierchen, die man auf deinen Fotos sieht, finde ich richtig gut!
    Und zu diesem ganzen Halloweenquatsch: Monster existieren ja wohl das ganze Jahr! Und die sind auch nicht aus Amiland importiert, die gabs in Europa vorher schon 😉 Also muss sich keiner wegen eines Monster-Häkelhefts schämen 😀

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