Sugar-Scrubs und Body-Kräuter-Bars (Kosmetik selber machen Teil 2)

Auch wenn ich in vielen Bereichen gerne mal agiere wie ein kleiner, prolliger Junge, der gerade frisch in die Pubertät gehopst ist, bin ich auch manchmal Mädchen. Ich kaufe furchtbar gerne fruchtig duftende Cremes und Lotions und stelle diese dann verträumt dreinblickend ins Bad, um sie dann schlussendlich nie zu benutzen, weil Zähneputzen und Gesicht waschen reicht Morgens vollkommen aus.

Weil aber nicht jeder so ist wie ich, fabriziere ich für meine Schwester selbstgemachte Kosmetikprodukte. Heute Sugar-Scrubs und Body-Kräuter-Bars. Beide Rezepte gefunden in der Mädchen.

Sugar-Scrubs

Zutaten:

  • 500 gr Zucker
  • 1 Orange (ich hab das durch geriebene Orangenschale von Dr. Oetker ersetzt)
  • 2 Tütchen Vanillezucker
  • je 10 Tropfen ätherisches Orangenblüten- und Vanilleöl (Vanilleöl habe ich durch Bourbon-Vanille-Aroma von Dr. Oetker ersetzt. Für 10 Tropfen von dem Zeuch waren mir 11 Euro eindeutig zu teuer)
  • 3 EL Kokosflocken
  • 2 verschließbare Gläser

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Man halbiert die Zuckermenge und rührt in die eine Hälfte eine Tüte Vanillezucker, 10 Tropfen Orangenblütenöl und in meinem Fall ein Päckchen der geriebenen Orangenschale. In die andere Hälfte kommt dann das Vanillearoma, eine Tüte Vanillezucker und die Kokosflocken.

Rühren, rühren, rühren… in die Gläser packen, zumachen, fertig.

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Angewendet wird das Zeuch für ein Bodypeeling indem man 3 EL davon mit etwas mildem Pflanzenöl oder Sahne mischt und kreisend auf der nassen Haut verteilt. Ich stell mir das eklig klebrig vor, aber wenn es schön macht…

Als nächstes waren die Body-Kräuter-Bars dran. In meiner Welt heißt das Seife… aber hey… klingt viel geiler.

Zutaten hierfür:

  • je 1/2 TL getrockneter Rosmarin und Salbei
  • ein TL getrocknete Kamillenblüten
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 2 Kernseifen
  • (Backpapier)
  • Form zum Reindingsen

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Bei Seifenherstellung muss ich an Fight Club denken. Und ich spielte mit dem Gedanken die von mir produzierte Seife pink einzufärben. Weil meine Schwester diesen Film aber nicht so verehrt wie ich, fänd nur ich das superlustig und ich wollte ihr auch nicht den Eindruck vermitteln, dass ich für die Produktion Körperfett von Menschen aus einer Schönheitsklinik geklaut hatte. Zuerst musste man die Kernseife mit einer Küchenreibe grob raspeln. Kein Problem… ich wusste nicht wie groß so eine Seife ist und wie lange man raspeln muss, um am Schluss einen Berg kringeliger Seifenteile vor sich liegen zu haben. Nach nur einer Seife hing mein rechter Arm nur noch lustlos an mir dran und verweigerte jegliche Aktivität.

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Zum Glück konnte ich eine lange Verschnaufpause machen, als ich diese in einem Wasserbad schmelzen ließ (mit einem Esslöffel Olivenöl drin). Denn das vergessen solche Anleitungen immer zu erwähnen. Wie verschissen (sorry) lange es dauert bis so Kram seine Konsistenz verändert. Während meine Küche immer mehr nach Waschküche bei Oma roch, passierte in dem Topf rein gar nichts. Gefühlt. Ich rührte und redete der Seife gut zu. Nichts. Dann ging ich in die Anwendung umgekehrter Psychologie über… ich ignorierte die Seife. Das brachte auch nichts. Ich wechselte die Gefäse in der ich die Seife packte. Nichts. Ich googlete. Ich erhielt verschiedenste Ergebnisse von „das geht mit Kernseife nicht“ bis hin zu „voll easy das mit dem Wasserbad“. Ein Tipp war das Zeuch einfach, so wie es ist, direkt im Topf mit ein bisschen Wasser zu erhitzen. Und genau das tat ich. Zwei Minuten später hatte ich einen schönen Brei, rührte meine Kräuter rein und war zufrieden.

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Laut Anleitung sollte ich warten bis die Masse mediumhart ist, rollen und in Scheiben schneiden. Da mein Geduldsfaden schon mit zig Knoten wieder in seinen Ursprungszustand gebracht werden musste nahm ich eine Kastenform, kleidete diese mehr schlecht als recht mit Folie aus und schüttete den ganzen Mist da rein. In einer Woche würde ich wissen ob sich der Aufwand gelohnt hatte, denn so lange müssen die Body-Kräuter-Bars aushärten. Die Kamillevariante ging dann logischerweise ein bisschen schneller. Bis auf das Hobeln der Seife, was mir sicher eine Muskelkater bescheren wird.

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Seife hobeln, mit Wasser und Öl in einen Topf, rühren, warten, den TL Kamilleblüten reinwerfen, rühren, in eine Form kippen, eine Woche warten. Das Ergebnis: Das Zeuch ist immer noch butterweich, aber zumindest kann man es schneiden bzw. ausstechen.

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Und hiermit möchte ich mitteilen: Man spricht nicht über den Fight Club und man beim Projekt Chaos werden keine Fragen gestellt. Ich beschließe hiermit, dass man über das Projekt Chaos, ebenfalls bekannt unter dem Namen Body-Kräuter-Bars selbst gemacht, nicht sprechen darf.

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