Pimp your Jutebeutel (Part 3)

Weil mir das Aufmalen von kleinen Kreuzen auf einen Jutebeutel so viel Freude bereitet hat (oder auch nicht… Lavendelöldämpfe lassen einen schnell alles Schlechte vergessen), hatte ich die großartige Idee, ich könnte mit Stoffmalstiften ein großartiges „sieht irgendwie aus wie Kreuzstich aber nur ohne Fäden“-Ergebnis erzielen.

Dazu braucht man:

  • Jutebeutel (vorher gewaschen, steht so auf den Stiften)
  • Stoffmalstifte
  • Vorlage
  • Geduld
  • Kraft inne Arme
  • eine gute Vorlage oder ein Fenster (bei mir ist es die Fenstervariante)
  • Klebeband

Das grundsätzliche Prozedere ist bekannt durch die Stickaktion. Vorlage (ich hab mir die große Mühe gemacht die selbe zu verwenden wie beim Stickversuch) an die Rückseite des Beutels kleben, den Beutel wenden, an das Fenster kleben und jetzt statt mit einem Stift der sich durch Berührung mit Wasser verabschiedet, einen zum Bemalen von Stoff verwenden. Da es jetzt früher dunkel wird ist das Ergebnis der diesmaligen Aktion ein Schielen und einen Buckel habe ich auch. Aber mein Bizeps fühlt sich seitdem viel aufgepumpter an. Nach 6 Stunden trocknen darf man dann das Bemalte einmal bügeln und fertig ist die bemalte Variante der Hipster-Tüte.

IMG_5748_Fotor IMG_5751_Fotor IMG_5752_Fotor IMG_5754_FotorWeil ich noch Zeit und Beutel übrig hatte, überlegte ich mir, dass ich doch schwarze Beutel mit Stoff verschönern könnte. Der erste Versuch war solala. Hierfür verwendete ich nämlich selbstklebenden Stoff. Dieser hatte aber die dumme Eigenschaft nicht so halten zu wollen, wie ich mir das vorstellte, weswegen ich meinte ich müsste mit kleinen liebevollen Stichen die Buchstaben festnähen. Das wird dann allerdings, aufgrund der Beschaffenheit des Stoffes fransig.

IMG_5760_FotorAlso Variante Anders nämlich mit folgenden Materialien:

  • Jutebeutel
  • Vliesofix für Applikationen
  • Stoff
  • Schere
  • das was appliziert werden soll in ausgedruckter Form
  • Bügeleisen, Geschirrtuch, Dingenskirchen zum besprühen von Pflanzen oder so

Zuerst werden die Buchstaben auf die nicht klebende Seite des Vliesofix übertragen. Spiegelverkehrt. Ist dies geschafft darf man das dann ausschneiden und liebevoll auf den Stoff bügeln. Auf die Rückseite. Hat sich das Vliesofix verbunden wie zwei frisch verliebte Teenager bei den ersten Pettingversuchen, kann man die Buchstaben nun ausschneiden (in meinem Fall Buchstaben. Ihr könnt auch Elfen, Einhörner, Ritter oder einfach Blumen ausschneiden, mir doch egal.).

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Nun kommt die blöde Aufgabe. Man knibbelt nun einen Teil des Vliesofix ab und legt jeden Buchstaben auf den Jutebeutel. Früher war ich so klug und habe Dinge die ich applizieren wollte im Wohnzimmer auf den Stoff gelegt und diesen Stoff dann bis ins Büro des Freundes getragen. Fluchend kam ich dann an, weil ich alles auf dem Weg dort hin verschoben habe. (Ich bin nicht die hellste Kerze auf der Torte.) Vorsichtig wird nun das Geschirrtuch über die Applikation gelegt, schön einsprühen mit Wasser, mit dem Bügeleisen ein paar Sekündchen drauf und fertig ist der großartige Jutebeutel mit noch großartigeren Applikationen.

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IMG_5758_Fotor IMG_5759_FotorDie Pros unter den Beutelverschönern können jetzt noch anfangen die Applikation mit der Nähmaschine festzunähen. Neeee. Ich will mir ein paar Flüche und Kraftausdrücke noch für andere Projekte aufbewahren.

Und weil ich jetzt ganz viele Jutebeutel mit dem Titel Dosenbier und Döner produziert habe, geht es nun an die Auflösung, was es damit auf sich hat.

Ein kurzer Exkurs. Eine Freundin von mir ist Autorin. Ich selbst schreibe gern, sah mich aber immer nur als Blogger. Sie wohl nicht. Eines Tages schickte sie mir 13 Worte. Aus denen sollte ich eine Kurzgeschichte basteln. Ich saß also in der Bahn, tippte Worte in mein Handy und es entstand eine Geschichte, die ich ihr dann schickte. Aus dieser Schreibübung wurde die Idee einen Kurzgeschichtenband zu machen. Wir schicken uns gegenseitig 13 mal 13 Worte und machen daraus ein Buch. Der Titel Dosenbier und Döner war zu Beginn mehr als Gag gedacht, überzeugte aber zumindest mich, vom ersten Moment an. Die Kurzgeschichten handeln zusammengefasst von urbanen Einsamkeiten. Menschen in der Großstadt und ihr dortiges Treiben, Denken und Fühlen.

Was das jetzt aber alles mit den Beuteln zu tun hat? Man kann dieses Buch, das im Oktober das Licht der Welt erblicken wird, bei mir vorbestellen. Und weil der Verlag großartig ist, gibts für alle Vorbesteller eine Dose Bier oben drauf. Und weil ich nunmal immer noch einen oben drauf setzen muss, gibt es für diejenigen, die jetzt bestellen, ein Buch, eine Dose Bier und einen Jutebeutel dazu. Ich habe 10 Stück davon hier liegen, also limitiert d.h. nur die ersten 10 Vorbesteller kriegen auch einen dieser Beutel. Ist das awesome? Das ist awesome.

Und so funktioniert das Ganze.

Das Buch kostet 19,90 €. Es erscheint im Brighton Verlag®. Die Tantiemen werden dieses Jahr zu 100% der UNO Flüchtlingshilfe gespendet. Für die Versandkosten muss ich leider noch 3,90 € oben drauf hauen.

Du schreibst mir eine Mail mit dem Betreff „Dosenbier und Döner“ an diy.b1tch@gmail.com mit deiner Adresse und der Anzahl der gewünschten Bücher.

Ich antworte mit meinen Bankdaten (ich muss leider das ganze in Vorkasse abwickeln) und im Oktober erhältst du ein Paket von mir mit Buch, Bier und Beutel. Bawesome!!!

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