Pimp my Jutelbeutel [Part 2]

Wenn ich an Sticken denke, dann sehe ich vor meinem inneren Auge Frauen in großen Kleidern mit Hauben auf dem Kopf und Männer die abschätzend dreinblickend daneben stehen, Zigarre in der einen und Scotch in der anderen Hand. Vielleicht ist das auch der Grund, die Rebellion, dass in meiner Welt keine Schmetterlinge und Rosen gestickt werden, sondern Schimpfworte und Zitate aus Serien. Oder „My little Ponys“… ein anderes Thema.

Da ich sehr gerne sticke, war ich der Ansicht einen Jutebeutel zu besticken sei die total gute Idee.

Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Zutaten:

  • Jutebeutel
  • Magicmarker bzw. abwaschbarer Stift
  • Vorlage
  • Kreppband
  • Nadel, Faden, Schere, Stickring
  • (eigentlich noch irgendwas um das Gestickte zu stabilisieren. Fliesofix oder so nen Krams… mir doch egal, weil hab ich nicht gemacht)

Zuerst wieder einmal die Sache mit der Vorlage. Muss gemacht werden. Ziemlich routiniert übertrage ich kleine Kreuzchen auf ein Blatt Papier und zähle mir die Birne knotig. Weil ich klug bin, entschied ich mich dazu die erstellte Vorlage mit Hilfe eines Fensters, Kreppband und einem wasserlöslichen Stifts auf den Beutel zu übertragen. Schon bald bemerkte ich, dass ich wohl öfter Spinat essen sollte, anders konnte ich mir die Schmerzen in den Armen nicht erklären, die ich nach fünf Minuten „Arme hochstrecken“ hatte. So müssen sich die Damen fühlen, die im Hippodrom den ganzen Tag die Bierkrüge stemmen. Nur das mir dabei keiner auf den Hintern langt.

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Je lahmer die Arme wurde, desto krummer wurden die kleinen übertragenen Kreuze. Aber ich wusste ja, was ich da tue. Dachte ich. Nach diesem schweißtreibenden Training gönnte ich mir erstmal einen Pudding. Proteinshakes waren aus.

Dann gings ans Sticken. Mit Müh und Not erkannte ich was das denn sein sollte. Nach den ersten Buchstaben kam mir in den Sinn, dass aufgrund der Flatterhaftigkeit des Jutestoffes die ganze Geschichte vielleicht ein bisschen instabil werden könnte. Ich meinte mich auch daran zu erinnern, dass man bei so etwas wie dem Sticken auf anderem Stoff als dafür vorgesehenen zur Stabilisierung anderen Stoff tackern sollte. Da ich aber nichts mache von dem ich nur Halbwissen besitzen… hust… beschloss ich, dass es mir egal ist. Außerdem hätte ich dann wieder alles auftrennen müssen und das erste Wort war geschafft.

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Die Kreuze wurden immer krummer. Bei schmerzenden Armen lässt wohl der Wunsch nach Präzision und Ästhetik nach oder verschwindet vollständig. Beim dritten Wort riet ich nur noch, wo ich da eventuell gemeint hätte ein Kreuz gemalt zu haben könnte täte. Oder so.

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Alle losen Fäden wurde verknotet, der Beutel gewaschen, damit die kryptischen Skizzen verschwinden und als ich den Beutel wendete machte ich mir klar, dass dies ein Beutel wird, in dem man nur runde Dinge transportieren kann. Oder flauschige. Bloß nix mit Ecken, Kanten oder Schnallen. Ich präsentiere den rundes-Obst-Bälle-flauschig-weiche-Stofftiere-aber-bloß-keine-Einhörner-Jutebeutel.

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Jutebeutel besticken also… sieht ganz nett aus. Für die richtige Ausführung sollte ich mir entweder Beutel holen, die aus dickerem Stoff bestehen oder vielleicht einfach mal nachlesen wie man so was richtig macht.

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Ein Gedanke zu “Pimp my Jutelbeutel [Part 2]

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