SAY MY NAME

Geburtstagspartyeinladungen überfordern mich. Nicht nur, weil ich dann vielleicht auf Menschen treffe die ich nicht kenne und dann muss ich kommunizieren und wieviel Alkohol ist zu viel / zu wenig. Anstrengend. Aber man mag den Menschen der einen netterweise zu der Sause eingeladen hat und dann sieht man mal über seine eigenen Beklommenheiten hinweg. Aber dann gehts an die Geschenke. Was schenkt man? Wieviel schenkt man? Selberkaufen? Selberbasten? Einfach ein Bild malen mit ner Sonne und nem Haus? Geld? Selbstgeschriebene Songtexte mit den gemeinsamen Erlebnissen? Einfach ne Flasche Schnaps?

Ich hab mich für die DIY-Variante entschieden. Und die sieht aus wie folgt:

Zutaten:

  • Leinwand (mittelgroß, ich bin zu faul nochmal ins Wohnzimmer zu flitzen und in den Mülleimer zu krabbeln um die korrekten Maße des Dingens aufzuschreiben)
  • Stickgarn inkl. Nadel
  • ein MOTIV
  • Karopapier
  • Kreppband
  • Stecknadel
  • Schere
  • Bleistift und Lineal
  • zwei Folgen House of Cards oder eine Serie mit vergleichbarer Folgenlänge

Zuerst überträgt man, nicht all zu genau, die Vorlage auf das Karopapier mit kleinen Kreuzen. Zählen, Kreuzchen machen, verzählen, Zettel wegwerfen, nochmal anfangen.

Wenn das geschafft ist gehts ans Vermessen der Mini-Leinwand um in etwa die Mitte zu treffen. Die Mitte markierte ich mir mit einer Stecknadel. Ich habs ja nicht so mit Lineal und messen und Zahlen merken. Wenn man in etwas die Mitte gefunden und das Motiv platziert hat, kann man dieses zur Stabilisierung und um Nervenzusammenbrüche zu vermeiden mit dem Kreppband festkleben. Nun kommt der Teil für dessen Erarbeitung ich einige Zeit benötigte… statt jetzt schon mit dem Sticken anzufangen, was ich bei vorherigen Projekten gerne mal getan habe und dann fluchend und weinend kleine Papierfetzen aus dem Gestickten gefummelt habe, kann man das Motiv nun piksenderweise übertragen. Jedes Quadrat wird an allen vier Ecken einmal angepikst, fertig ist ein Kreuzstick-Quadrat. Das macht man so lange bis alle markierten Kästchen übertragen wurden. Dann kann man die Vorlage abnehmen und erkennt erstmal gar nichts mehr.

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Der Rest ist, Faden und Nadel, Knoten und sticken. Geheimtipp: Immer mal wieder auf das Motiv gucken. So viele Löcher verleiten einen gerne mal dazu, dass man wahllos seine Kreuzchen verteilt wie bei der Bundestagswahl und zack, schon hat man da ne Merkel statt nem Heisenberg vor sich liegen. Will ja keiner.

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Alles schön verknoten, nochmal gegenchecken und fertig ist die Kunst. In diesem Sinne:

I’m the one who knocks!

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2 Gedanken zu “SAY MY NAME

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