Leinwandgedöns

Häkelzeitschriften, Nähheftchen, Lifestylemagazine, DIY-Publikationen… ich kaufe sie mir gerne. Ich blättere sie durch, fühle mich unglaublich inspiriert und nachdem ich markiert habe, was ich alles machen möchte, werden sie fein säuberlich in Zeitschrifthaltern in ein Regal gepackt. Für schlechte Zeiten. Eine der Zeitschriften, die ich selten kaufe und eigentlich auch nie weiß wozu, ist das Magazin Couch. Da kann man sich dann angucken wie Menschen leben die Ahnung von Einrichtung haben. Es werden einem Dinge gezeigt, die man ganz einfach und schnell zu Hause zusammentüfteln kann. Am Ende landet das Magazin, wie alle anderen, im Regal. Ohne irgendwas umgesetzt zu haben. Oder ohne inspiriert von so viel Einrichtungskönnen suchend durch Flohmärkte zu stromern nach DEM Teil, dass sich super im Wohnzimmer neben dem Verstärker machen würde.

IMG_5333Als ich begann hier zu schreiben, kramte ich alles was ich gesammelt hatte heraus. Blätterte darin herum, mistete aus und rettete das, was ich vielleicht irgendwann einmal versuchen könnte umzusetzen. In einem dieser Hefte gab es eine DIY-Idee, die ich großartig fand. Auf kleinen bemalten Leinwänden Sätze oder Worte festhalten und diese dann dekorativ an die Wand dübeln. Alles was man benötigte war eine Leinwand (jup), Farbe (ähm… ne), alternativ Klebebuchstaben (ja so kleine Dinger aber das sieht dann albern aus…).

Na gut. Bis auf die Leinwand hatte ich nichts. Also musste improvisiert werden, weil ich nicht gewillt war Geld auszugeben. Ich kramte in meinem Lager aka „Die Rumpelkammer“ und hatte am Schluss auf meinem Tisch Tonnen von selbstklebendem Stoff, normalen Stoff, Vliesofix (macht aus normalem Stoff, dass dieser bombenfest auf anderem Stoff haftet ohne mühseliges Genähe), eine kleine Leinwand und einen Schriftzug auf Papier.

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Während Frank Underwood auf dem Bildschirm seine Intrigen sponn, wurde ich vor die schwere Aufgabe gestellt… wie übertrage ich nun den Schriftzug auf dieses verdammte Vliesofix. So für die Unwissenden unter uns funktioniert das Zeug folgendermaßen. Du kritzelst in Spiegelschrift drauf was du später ausschneiden und aufbügeln möchtest. Und weil ich ja was ganz Besonderes bin, reicht Arial für den Anfang nicht, die Buchstaben könnte man ja drehen und wenden wie man will, nein es muss schnörkelig sein. Weil heute nicht ganz so mein Tag war, hat die Überlegung auch länger als nötig gedauert. Irgendwann wurde der Uhu ausgepackt, die bedruckte Seite beschmiert und drauf auf das Wunderzeug. Nachdem ich dann das Vliesofix im ersten Schritt mit dem Stoff meiner Wahl verbunden hatte, musste ich nur noch die Leinwand mit Stoff bespannen und den Schriftzug in mühevoller Kleinarbeit ausschneiden.

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Das mit den Ecken ist noch ausbaufähig aber mit genug Reißzwecken hält einfach alles.

Zum Schluss musste ich nur noch die Buchstaben in korrekter Reihenfolge auf der Leinwand drapieren, nachdem ich mühseligst die Schutzfolie von ihnen abgeknibbelt habe und mit ordentlich Wasserdampf festbügeln.

Und „Scheiß die Wand an!“… das Ergebnis ist gar nicht mal so hässlich. Ein „Fuck yeah!“ für mich.

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Wer sich nun geküsst von der Muse fühlt und auch so was machen möchte… haut rein. Wenn man nicht verstanden hat wie das jetzt wirklich funktionieren soll kann man mich gerne fragen. Einfach eine Mail an diyb1tch@gmail.com. Ich geh jetzt mal gucken was Frank so treibt, der alte Haudegen.

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